KFV eröffnet neues Spieljahr – Schiedsrichter appelliert an Respekt

Am Freitag wurde in Penzlin die Saison 2017/18 durch den Kreisfußballverband Mecklenburgische Seenplatte eröffnet. Hierzu waren die Vertreter der einzelnen Mannschaften des Verbandes geladen. Am Rande der Versammlung wurden die Pokalpartien der Herren bekanntgegeben. Zudem wurden Vereinsfunktionäre für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten ausgezeichnet. Ein Schiedsrichter appelliert für mehr Respekt und erntete hierfür Beifall.

Als Dr. Peter Kiefer als Vorsitzender des KFV zum Mikrofon griff, bedankte er sich zuallererst bei allen Gästen. Das Ehrenamt in Vereinen ist seit Jahren rückläufig. Es wird immer schwerer, zuverlässige Leute zu finden, die ihren Verein unterstützen. „Die allgemeine Entwicklung zeigt, dass die Zahl der Vereine weiter rückläufig ist“, so Kiefer. Zudem freute sich der KFV, dass ab der neuen Saison mit der zweite Mannschaft vom SV Waren 09 ein neues Team am Wettbewerb teilnimmt.

Durch Umstrukturierungen wurden im Kreis Mecklenburgische Seenplatte die Kreisklassen abgeschafft. Die unterste Liga ist nun die Kreisliga. Insgesamt werden in allen Altersklassen 144 Mannschaften in 14 Staffeln in das neue Spieljahr gehen. Das ist ein enormer Aufwand, diese Spiele abzudecken. 180 Schiedsrichter sind aktuell im Kreis gemeldet. Für den Vorsitzenden vom Schiedsrichterausschuss Eberhard Hoth gilt es jede Woche, alle Spiele mit seinem Team abzudecken. Erschwerend kommt hinzu, dass jedes Wochenende fünf bis acht Unparteiische ans Land abgegeben werden müssen. „Jede Woche sind 90 Schiedsrichter offiziell im Einsatz“, so Hoth weiter. Zudem rief Hoth für mehr Respekt der Unparteiischen auf: „Ich appelliere an alle Vereine sich hier einmal zu hinterfragen, um vielleicht auch die Sicht des Schiedsrichter zu verstehen. Denn sie sind auch nur Menschen, die Fehler machen.“ Mit diesen Schlussworten bekam Hoth Applaus von den Gästen. Der Unparteiische erhielt zusammen mit Henning Muske vom SFV Nossentiner Hütte die Ehrennadel des KFV in Gold. Zudem wurde Kay Herzberg von Blau-Weiß Neubrandenburg die Ehrennadel in Silber verliehen. Dies ist eine Auszeichnung für hervorragende Verdienste bei der Entwicklung des Fußballsports im KFV.

Aber auch kritische Themen wurden am Freitag diskutiert. So führte Edgar Zemke vom Breitensportausschuss nochmals aus, dass es mit den Neubrandenburger Teams im Altherren-Bereich zu keiner Einigung kam. Sie wollten wieder eine reine Stadtliga, die es nun nicht mehr geben wird. Aus Solidarität gepaart mit Fahrtkosten anderen Mannschaften, wäre dies nicht mehr tragbar gewesen. Außerhalb des Verbandes müssen sie nun ihren eigenen Spielbetrieb durchführen.

Harald Callies vom Sportgericht führte zum Abschluss die Vergehen der vergangenen Spielzeit aus. Hier gab es mit insgesamt 79 Verfahren, sechs weniger als im Vorjahr. Mit 56 schuldhaften Nichtantreten hat sich hierbei die Zahl gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Auch das ist eine Auswirkung des demografischen Wandels.

Mit den Schlussworten von Dr. Peter Kiefer wurde die Diskussionsrunde eröffnet. Nach 90 Minuten war dann Feierabend. „Ich wünsche allen Vereinen bestmöglichen Erfolg in der neuen Saison“, beendete Kiefer die Spieljahreseröffnung 2017/18.

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